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Kirchenbeitrag

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag!

Sie machen es möglich, dass haupt- und ehrenamtliche Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Seniorenarbeit stattfinden kann. 
Sie ermöglichen persönliche Seelsorge, umfassende Bildungsangebote und punktgenaue diakonische Initiativen.
Sie ermöglichen umfassende spirituelle und anregende kulturelle Veranstaltungen und Ereignisse.
So profitieren Sie selbst von ihrem Kirchenbeitrag, der durch sehr viel ehrenamtliches und freiwilliges Engagement noch vermehrt wird.
Ihr Kirchenbeitrag ist Ausdruck gemeinsamer Solidarität – in unserer Gemeinschaft trägt er viel Frucht.

Die Vorschreibung des Kirchenbeitrages erfolgt einmal jährlich und bezieht sich grundsätzlich auf ihr gesamtes lohnsteuerpflichtiges Einkommen.
Einige Rechenbeispiele finden Sie ganz unten angeführt.

In allen Fragen um den Kirchenbeitrag ist ihre Ansprechperson
Beate Oswald
Lehnergutstrasse 16
Tel:  0732 671750
E-Mail: office[at]leonding-evang.at

Oft gestellte Fragen:

Welche Grundlagen regeln die Einhebung des Kirchenbeitrages?
Das Protestantengesetz von 1961. Danach ist die Evangelische Kirche berechtigt, von ihren Angehörigen Beiträge zur Deckung ihres Aufwandes einzuheben. Daneben sind es noch die Kirchenverfassung von 1983 und die Kirchenbeitragsordnung (KBO) von 1986 mit den Änderungen vom 01.01.1992. 

Wer schreibt den Kirchenbeitrag vor?
Die Pfarrgemeinden sind namens der Evangelischen Kirche verpflichtet, Kirchenbeiträge vor zuschreiben und einzuheben. Verantwortlich für die Beitragseinhebung ist das Presbyterium der Gemeinde.

Wer ist beitragspflichtig?
Jedes Mitglied einer Evangelischen Kirche im In- oder Ausland, das seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich hat, ist beitragspflichtig. Die Beitragspflicht beginnt mit dem 20. Lebensjahr, außer Sie befinden sich nachweislich noch in Ausbildung.

Welche Einkommen werden für die Berechnung des Kirchenbeitrages herangezogen?
Der Kirchenbeitrag wird nach dem zu versteuernden Jahres-Einkommen und nach dem Vermögen berechnet. Als Beitragsgrundlage gilt in erster Linie das Einkommen. Entspricht das Einkommen nicht dem angemessenen Unterhalt, so wird der Kirchenbeitrag nach dem Vermögen berechnet. Ist auch das nicht möglich, ist der Unterhaltsanspruch bzw. der Lebensaufwand die Beitragsgrundlage.
Als Einkommen ist grundsätzlich der Gesamtbetrag aller Einkünfte aus verschiedenen Einkunftsarten zu verstehen. Im Allgemeinen ist es das zu versteuernde Einkommen.

Als Beitragsgrundlage nach dem Vermögen gilt der Einheitswert aus Grundvermögen.
Als Beitragsgrundlage nach dem Unterhaltsanspruch wird zur Berechnung des Kirchenbeitrages ein Drittel des Einkommens des Unterhaltspflichtigen angenommen. Dies gilt auch, wenn dieser keiner Kirche angehört.
Zum Lebensaufwand gehören alle Aufwendungen des Beitragspflichtigen für seinen Haushalt und seine Lebensführung. Diese Beitragsgrundlage wird mit mindestens € 8.720.- jährlich angenommen.

Wie wird Ehegatten der Kirchenbeitrag vorgeschrieben?
Evangelische Ehegatten werden gemeinsam veranlagt. Haben beide Ehegatten ein Einkommen oder Vermögen, so wird für jeden der beiden Ehegatten der Betrag nach seinem Einkommen oder Vermögen vorgeschrieben.
Bei einer Mischehe in der beide Ehegatten Einkünfte beziehen, entrichtet der evangelische Ehegatte seinen Kirchenbeitrag nach seinem Einkommen oder Vermögen.
Ist der evangelische Ehepartner Alleinverdiener, so entrichtet er den Beitrag nach seinem Einkommen. Von seinem Kirchenbeitrag kann er den Betrag abziehen, den der nicht-evangelische Gatte nachweislich an seine Kirche leistet. Doch darf dieser Abzug die Hälfte des vorgeschriebenen Beitrages nicht übersteigen.

Ist der evangelische Ehegatte ohne Einkommen oder Vermögen, gilt als Beitragsgrundlage der Unterhaltsanspruch (siehe oben). In diesem Fall kann der Unterhalt zahlende Ehepartner den Beitrag bei seiner Kirche geltend machen.


Änderungen im Kirchenbeitrag 2016

 Viele Gemeindemitglieder zahlen nach genauer Berechnung. Andere wiederum zahlen nach Schätzung. Die einen legen ihren Einkommensnachweis vor. Die Berechnungen der anderen Kirchenbeiträge stützen sich auf Schätzungen. Seit 2016gibt es die Möglichkeit, für die Schätzungen detaillierte Daten der Statistik Austria zu verwenden. Daten, die jährlich aktualisiert werden.

Sollte Ihre Einstufung nicht korrekt sein, bitten wir Sie, sich an uns zu wenden.

Die Zweite Änderung betrifft direkt die Berechnung. Es werden nur mehr 1,2% (statt bisher 1,5%) der Berechnungsgrundlage (das zu versteuernde Jahreseinkommen)  verwendet.  





ACHTUNG: Die nachstehenden Informationen müssen erst an die Neuerungen angepasst werden, die 2016 eingeführt werden

Wie wird der Kirchenbeitrag berechnet?

Seit dem 01.01.1992 gilt folgende Berechnungsformel:
Der Kirchenbeitrag beträgt 1,5% des steuerpflichtigen Jahreseinkommens minus € 44.-
Gilt das Vermögen als Beitragsgrundlage, werden von diesem 6 Promille als Kirchenbeitrag vorgeschrieben.

Wie werden Bezieher von Ausgleichszulagen veranlagt?
Auch die Ausgleichszulage ist nach den Bestimmungen ein steuerliches Einkommen. Eine Befreiung vom Kirchenbeitrag ergibt sich nur bei solchen Bezügen, die ausdrücklich vom Gesetz her Steuerfreiheit genießen (z.B. Unfallrente, Kriegsopferrente, Hilflosenzuschuss).

Was ist die Gemeindeumlage?
Die Pfarrgemeinden dürfen zur Deckung ihrer örtlichen Bedürfnisse Zuschläge zum Kirchenbeitrag einheben. Diese Zuschläge werden Gemeindeumlage genannt. Im Sinne der staatlichen Rechtsvorschriften ist auch die Gemeindeumlage „Kirchenbeitrag“. In unserer Gemeinde beträgt die Gemeindeumlage 11%.

Welche Freibeträge werden berücksichtigt?
  • Alleinverdienerfreibetrag: € 1000.-
  • Kinderfreibetrag: € 1.450.- für jedes Kind, für das dem Beitragspflichtigen Familienbeihilfe zusteht.
Gibt es Ermäßigungen bei besonderen Belastungen?
Das Presbyterium ist berechtigt, bei außergewöhnlichen Belastungen den Kirchenbeitrag herabzusetzen. Solche Belastungen können sein: 
Hausstandsgründungen, getrennter Haushalt, Mehraufwand durch Krankheit, Tod eines Angehörigen, Internatskosten für Kinder und anderes.
Auf solche Ermäßigungen hat der Beitragspflichtige keinen Rechtsanspruch.

In unserer Gemeinde werden unter Voraussetzung des Einkommensnachweises für folgende nachzuweisende Ausgaben Freibeträge gewährt:
  • Wohnraumbeschaffung abzüglich Mietkosten (bis 90 m² 300 Euro, über 90 m² 500 Euro)
  • lebensnotwendige Anschaffungen im Wohnbereich (z.B. Heizung)
  • studierende Kinder
  • notwendige Ausgaben für Medikamente oder Heilmittelbehelfe
Kann gegen den Kirchenbeitragsbescheid Einspruch erhoben werden?
Das Rechtsmittel gegen den Bescheid ist die Berufung. Diese muss innerhalb von 4 Wochen nach Zustellung des Kirchenbeitragsbescheides eingebracht werden. Sie kann schriftlich oder mündlich dem Presbyterium bekannt gegeben werden. Notwendige Belege müssen der Berufung beigelegt sein. Wird die Berufung abgelehnt, kann sich der Betroffene über die Superintendentur an den Superintendentialausschuss wenden.

Wann ist der Kirchenbeitrag fällig?
Der Kirchenbeitrag ist innerhalb von 60 Tagen nach Zustellung fällig. Nicht am Ende des Jahres! Zahlungserinnerungen können Mahnspesen und Zustellgebühr der Post enthalten. Auf Wunsch kann bei der Kirchenbeitragsreferentin eine Ratenzahlung des Betrages beantragt werden.

Können Kirchenbeitragsschulden eingeklagt werden?
Ja. Die Pfarrgemeinden sind verpflichtet, fällige Kirchenbeiträge vor Eintritt der Verjährung (spätestens 30 Monate nach der Vorschreibung) gerichtlich geltend zu machen, d.h. die Mahnklage einzubringen.

Dürfen Angaben weitergegeben werden?
Nein. Alle Angaben über Vermögen oder Einkommen dürfen nur den mit der Bearbeitung und Überprüfung beauftragten Mitarbeitern zugänglich sein. 

Kann der Kirchenbeitrag von der Steuer abgesetzt werden?
Ja. Kirchenbeiträge sind im Höchstausmaß von jährlich € 200.- steuerlich als Sonderausgaben abzugsfähig - bei Lohnsteuerpflichtigen im Wege des Jahresausgleiches. Einen Teil Ihres Kirchenbeitrages erhalten Sie daher vom Staat in Form einer Steuerermäßigung wieder zurück.

Wie genau wird der Kirchenbeitrag bemessen?
Wir fügen noch 3 Berechnungsbeispiele an. Überprüfen Sie bitte Ihre Vorschreibung anhand des zutreffenden Beispiels. Bedenken Sie bitte dabei, dass wir bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Jahreseinkommens oft auf Schätzungen angewiesen sind. Sollte unsere Schätzung höher ausgefallen sein, als es der Realität entspricht, so bitten wir Sie, uns darauf aufmerksam zu machen. Ihr Kirchenbeitrag wird dann neu berechnet.

1) Kirchenbeitrag nach Einkommen:

Mann: Evangelisch, lohnsteuerpflichtiges Einkommen: € 1.500.-/Monat; Alleinverdiener
Frau: Hausfrau, evangelisch, kein Einkommen
Kinder: 1

Jahresbemessung (€ 1.500.- x 12)                              € 18.000,-

Abzüglich Alleinverdienerfreibetrag                           €  -1.000,-

Abzüglich Kinderfreibetrag                                          €  -1.450,-

Beitragsgrundlage somit                                             €  15.550,-

Davon 1,5%                                                                   €       233,25

Minus € 44.-                                                                  €        - 44,-

Zwischensumme                                                           €       189,25

Gemeindeumlage 11%                                                 €         20,82

Kirchenbeitragsvorschreibung                                    €       210,07


2) Kirchenbeitrag nach Unterhaltsanspruch:

Mann: Nicht evangelisch, lohnsteuerpflichtiges Einkommen: € 21.000.-
Frau: Hausfrau, evangelisch, kein Einkommen
Kinder: 0

Beitragsgrundlage (€ 21.000.- / 3)......... ...................... €   7.000,-

Davon 1,5%...............................................................       €       105,-

Minus € 44.- ...........................................................        €       - 44,-

Zwischensumme                                                             €        61,-

Gemeindeumlage 11%                                                   €          6,71

Kirchenbeitragsvorschreibung                                      €        67,71


3) Kirchenbeitrag nach Vermögen:

Mann: Evangelisch, gibt einen Einheitswert von € 20.000.- aus Grundvermögen an.
Frau: Hausfrau, röm.katholisch, zahlt nachweislich € 30.- Kirchenbeitrag an ihre Kirche
Kinder: 0

Beitragsgrundlage                                                                 € 20.000,-

Kirchenbeitrag des Mannes (0,6% vom Einheitswert)     €       120,-

Abzüglich Kirchenbeitrag Ehefrau                                       €        30,-

Zwischensumme                                                                   €       90,-

Gemeindeumlage                                                                  €         9,90

Kirchenbeitragsvorschreibung                                            €         99,90