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Geschichte

Der lange Weg zur selbständigen Gemeinde

1781: Toleranzpatent Kaiser Josef II: Auch in Leonding (Rufling) melden sich bisher geheime Protestanten. Sie gehören 1783 zu den Mitbegründern der Pfarrgemeinde Thening.

1850: Die evangelische Gemeinde Linz trennt sich von Thening. Die Ruflinger bleiben bei Thening, die übrigen Evangelischen in Leonding schließen sich den Linzern an.

1944/45: Tausende Flüchtlinge und Heimatvertriebene kommen nach Oberösterreich, darunter viele Evangelische. Im Süden des oö. Zentralraums entstehen große Flüchtlingslager. Viele der Flüchtlinge wandern in den folgenden Jahren aus, viele andere bleiben und bauen Siedlungen, darunter in Doppl. 1954 gründen evangelische Heimatvertriebene (Reformierte und Lutheraner) die evangelische Pfarrgemeinde H.B. in Leonding-Doppl.

1950: Die Pfarrgemeinde Linz macht eine große Erbschaft. Dies führt zu Überlegungen nach Linz-Süd und Urfahr auch in Leonding eine eigenständige evangelische Seelsorge aufzubauen.

1955: Im Februar beschließt die Gemeindevertretung von Linz Innere Stadt den Kauf des Grundstücks in Leonding, Lehnergutstraße.
Seit November 1955 wird regelmäßig evangelischer Gottesdienst im kath. Pfarrsaal gehalten. Die seelsorgerliche Verantwortung übernimmt Pfarrer (im Schuldienst) Walter Böhmig (seit 1963).

Ende der 60er Jahre plant Architekt Taferner die Verbauung des Grundstücks an der Lehnergutstraße. Es soll ein mehrstöckiges Haus mit 8 Wohnungen und einem Gemeindezentrum im Erdgeschoß errichtet werden. Die Umsetzung des Projekts wird aus finanziellen Gründen aufgeschoben.

1971: Kauf eines Grundstücks am Harter Plateau. Geplant ist auch dort ein Seelsorgezentrum (eventuell gemeinsam mit der katholischen Kirche).

April 1976: Leonding wird zur Predigtstation erhoben. Der erste Predigtstationsausschuss konstituiert sich: Manfred Huhle (Vorsitzender), Herta Tischer, DI Annemarie Reich-Rohrwig, Ing. Ernst Niss.

Oktober 1976: Die Trachtenkapelle Leonding stellt den Evangelischen das Musikheim (auf dem Gelände der heutigen Musikschule) als Gottesdienstraum zur Verfügung. Advent 1976: Erster Basar.

März 1977: Die Gemeindevertretung Linz Innere Stadt beschließt die Umsetzung des Tafernerprojekts.

Dezember 1977: Nach heftigen Bedenken wird der Beschluss vom März zurückgenommen. Statt eines großen Wohnhauses soll nun ein Gottesdienst- und Gemeinderaum errichtet werden. Der Baureferent im Presbyterium Ing. Günther Holzner übernimmt die Planung.

November 1978: Festliche Grundsteinlegung. Besonders unterstützt wird das Projekt "Lukaskirche" durch den katholischen Stadtpfarrer Josef Holzmann.

27. April 1980: Einweihung der Lukaskirche

1986: Der Zubau zu Lukaskirche mit Pfarrer- und Küsterwohnung wird bezugsfertig und im Rahmen des Gemeindefestes 1987 feierlich eingeweiht. Rufling wird von Thening nach Leonding umgepfarrt.

1988: DI Annemarie Reich-Rohrwig übernimmt den Vorsitz im Predigtstationsausschuss.

Oktober 1989: Weihe der Orgel in der Lukaskirche.
 Neben den Gottesdiensten bildet die Kinder- und Familienarbeit einen Schwerpunkt des Gemeindelebens.

1991: Pfarrer Josef Prinz verläßt Leonding.

1992: Pfarrer Günter Merz wird als neuer Pfarrer gewählt.

Jänner 1993: Die Pfarrgemeinde kauft das Nachbargrundstück (Mayrhansenstraße). Das darauf befindliche alte Haus wird bis 1997 zu einem Miethaus umgebaut.
 Das Grundstück am Harter Plateau wird verkauft.

Mai 1996: Erste Konfirmation in Leonding.

1997: Schaffung einer Teilzeitstelle für Kinder- und Jugendarbeit.

2000: Günther Wesely übernimmt den Vorsitz im Predigtstationsausschuss.

2002: Pfarrer Merz und Familie verlassen Leonding. Hedwig Partaj kommt als Pfarramtskandidatin und ab 2003 als Pfarrerin.

2005: Leonding bekommt ein eigenes Pfarrbüro. Damit müssen die Leondinger mit Ihren Anliegen nicht mehr nach Linz fahren. Bis 2009 werden alle Tätigkeiten sukzessive von Linz nach Leonding übergeben.

1.1.2006: Errichtung der selbständigen Gemeinde Leonding.

2010: Pfarramtskandidat Stefan Grauwald vertritt Pfrn. Pirker-Partaj während ihrer einjährigen Bildungskarenz

2012: Hedwig Pirker-Partaj geht in Baby Karenz. Die Pfarrstelle bleibt fast 4 Jahre unbesetzt. Pfarrer Thomas Pitters unterstützt uns als Administrator mit vollem Einsatz. Trotzdem fehlt ein(e) Pfarrer(in) vor Ort immer merkbarer.

2015: Pfarramtskandidatin Petra Grünfelder übernimmt die Pfarrstelle für ihr letztes Ausbildungsjahr.